
In der Blüte meines Lebens erlebte ich den Mauerfall. Andere waren da noch zu jung, wiederum welche leben heute schon nicht mehr. Da im ehemanligen Zellkern der politischen DDR – Administration, also Pankow, mit Ulrich Wüst ein Fotograf seine Bilder zeigte die er 1989, kurz vor dem Mauerfall auf einer Reise duch die ”Zone” als deutscher demokratischer Bürger aufnahm, zog ich meinen Nato-Parka an und ging zur Vernissage.
Die Fotos und die thematische Sortierung fand ich zufriedenstellend, die Rede recht gut, wenn auch nicht so doll vorgetragen. Die Besucher waren meist Fotografen oder Schauspieler, munter gestimmt. Viele schienen sich untereinander zu kennen. Prominente habe ich keine entdeckt, ich erkenne allerdings auch kaum jemanden. Ein Brite namens Michael war aber nicht Michael Douglas. Das ist an sich nicht schade, denn wir kamen auch so gut in’s Gespräch. Ich bedankte mich dann noch dafür, dass die Briten den Krieg gewonnen haben. Ich persönlich halte das jedenfalls für besser.
Vor 20 Jahren gab es in der DDR natürlich auch nur Papierabzüge und schwarz-weiss war ja damals auch billiger als Farbe.

Allerdings setzt der Fotograf Farbe dort ein, wo sie sehr viel Wirkung entfalten kann.

Hier der Fotograf vor einer Serie von Schaufensterbildern; heute sind die Landschaften mit frischen Discounter-Märkten üppig bepflanzt.
Zu guter Letzt:
Mit Dank an Andi für den gesendeten link zu einem bemerkenswert Programm, dass kostenlos zur Verfügung gestellt wird (um Spende wird gebeten) und mit dem man Fotos aus vielen Einzelfotos zusammensetzen kann und das dann in der Summe aussieht, wie z.B. ein Porträt oder das Brandenburger Tor, von vorne oder von hinten.
http://www.sixdots.de/mosaik/de/
Ein würdiger Anlass ist er jedenfalls schon, der 20. Jahrestag.
Beste Restwoche, GE