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Bokeh

 

Viele der geschätzten Leserschaft werden vielleicht schon von den Blendenbildern gehört haben. Es handelt sich dabei um die mehr oder weniger scharf abgebildeten, kreisförmigen Objekte, die zumeist um punktförmige, helle Objekte entstehen. Bei Aufnahmen im Gegenlicht oder mit einer spiegelnden Wasseroberfläche lassen sie sich meist gut beobachten ( http://de.academic.ru/pictures/dewiki/74/Josefina_with_Bokeh.jpg ).

 

Je mehr Lamellen, die Blende eines Objektivs nun besitzt, desto regelmäßiger, runder erscheint dieses Blendenbild. Bei Spiegelteleobjektiven, zeigt sich dieses Blendenbild als Ring. Das kommt daher, dass ein Objektiv dieser Bauart keine Blende besitzt. Spiegelteleobjektive haben immer eine feste Blende/Öffnung, meist um f8. Das ringförmige Blendenbild entsteht nun dadurch, dass das Loch in der Mitte des Spiegels, durch das  hindurch fotografiert wird, mit abgebildet wird (Beispiel unter: http://www.l-camera-forum.com/leica-forum/discus/messages/22/123559.jpg ).

 

Als Gestaltungselement bei einem Spiegeltele kann das manchmal ganz kreativ sein. Moderne Zoomobjektive hingegen, bauen immer bessere Blenden in das Objektiv ein. So sind heute 9 Lamellen und mehr keine Seltenheit.

 

Diese sauberen, kreisrunden Blendenöffnungen sorgen dafür, dass der unscharfe Hintergrund eines Fotos sehr schön homogen unscharf wird. Man hat dadurch die Möglichkeit, speziell bei Portraitfotos im Freien, den Hintergrund sehr schön „absaufen“ zu lassen. das Modell steht schön plastisch vor einem homogenen Hintergrund. Auch Fotos von Blättern und Blüten kann man auf diese Weise einmal anders ins Bild setzen.

 

Besonders schön bekommt man die selektive Schärfentiefe mit den mittleren Brennweiten zwischen 105 und 150mm, bezogen auf das Kleinbildformat, hin.

 

DIe Unschärfe im Hintergrund die ein Objektiv liefert, bezeichnet man als Bokeh (Bokeh kommt aus dem Japanischen und bedeutet unscharf, verschwommen) eines Objektives.

 

Als kleine Faustregel zur Tiefenschärfe kann man sich merken 1/3 : 2/3. Das bedeutet, dass die Schärfe um 1/3 zur Kamera hin wandert also in den Vordergrund, bezogen auf den Punkt auf den scharf gestellt wird- und zu 2/3 zum Hintergrund zu, also von der Kamera weg.

Beste Grüße

Andy

 

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