Da ich am Pfingstfest leider aus Gründen der persönlichen Erholung den Beitrag zurückstellen wollte, hole ich diesen in einem von mir sogenannten “Doppelbeitrag” hier und heute nach. Das scharfe Auge des Betrachters wird zunächst erkennen, dass diese Beiträge offensichtlich nichts miteinander zu tun haben, und so ist es auch. Also dann mal sehen…
Beginnen möchte ich mit der reichlich befremdlichen Skulptur dieses aus Holz geschnittenen Adler. Da war wohl ein Baum fällig (!) und eine künstlerisch wie handwerklich wirkende Seele formte daraus diese Skulptur. Gefällt nicht jedem, ist aber eines Fotos würdig, um es anderen zeigen zu können. Das sei hiermit geschehen.
Und auch gleich wieder enden möchte ich diesen Doppelbeitrag mit der Verlosung eines Bildbandes aus einer aktuellen Ausstellung des Zeppelinmuseums, das hier mal als Sponsor in Erscheinung tritt. Es handelt sich dabei um einen Band mit historischen Fotografien des Ballonfahrpioniers Eduard Spelterini. An dieser Stelle mal der Hinweis, dass sich Fotografie und Luftfahrt gegenseitig befruchteten, denn der Pilot wollte ja auch zeigen, wie es von oben so ausschaut und da waren fotografische Innovationen gefragt. Das nun hier zur Verlosung kommende Buch zeigt also Aufnahmen des Schweizers Spelterini, der als erster die Alpen mit dem Ballon überquerte, aber auch zahlreiche Fahrten unter anderem in Südafrika und Arabien unternahm. Die Bilder in diesem Band sind zeitgenössisch mit der Hand nachkoloriert. Bemerkenswert ist in jedem Fall der künstlerische Wert dieser Fotografien, denn Spelterini inszenierte sich und seine Fahrten, so wie es ihm auch gelang, dramatische Fotos zu schießen. In jedem Fall ist er einer der Großen seiner Zeit und es lohnt sich – so man Freude an Fotografiegeschichte hat – dem mal nachzugehen.
Gewinnen soll der- oder diejenigen den Band, der es verdient hat. Daher bitte ich um kurze Begründung.
Gerne weise ich ja daraufhin, dass der Künstler mit den Jahren wertvoller wird. Das ist auch wohl so ein Merkmal von Künstlersein. Mit Miroslav Tichy hatte ich ja schon einen Repräsentanten dieser – jetzt werden sie berühmt, aber bald schon sind sie tot – Künstler. Auch Saul Leiter gehört wohl zu diesen bedauernswerten Künstlern – aber besser spät als nie!
Da ich nicht im Besitz von Bildrechten von Saul Leiters Arbeiten bin, nehme ich heute einfach ein Foto von mir und bitte doch diesen spät zu gebührenden Ehren Gekommenen zu beachten. Der Link führt auf eine Seite, die einen kurzen Eindruck vermittelt. Beste Restwoche, GE
Ganz neu auf diesem blog findet der geneigte Leser die Funktion des Anschauens von eingebundenen Videos. Damit kann sich auch der Nichtleser ein Stück weit anfreunden. Na bitte, auch GE zögert kaum modernste Technik zu verwenden. Dennoch wollen wir dieses Medium nicht überstrapazieren, denn in erster Linie soll es ja um Fotografie gehen. Und weiterhin werde ich an meinem kargen Arbeitsplatz die Wunder der Technik erforschen und hin und wieder Gebrauch von diesen machen.
Beginnen möchte ich also meinen Videoabend mit einem Kurzfilm über Miroslav Tichý, einem Fotografen der aktuell Weltruhm erntet und dessen Namen man erst nach sorgfältigem Studium seiner Tastatur richtig schreiben kann.
Mehr Information zu ihm findet man hier, das ist ein link auf eine Seite der nicht unmittelbar bei ihm landet, aber auf eine interessante Radiostation, die ich hiermit auch noch vorstellen möchte, oder bei wikipedia
Sorgfalt und Aufmerksamkeit richte ich gerne auf folgenden Sachverhalt: Was ist eigentlich das Fotospeicherverfahren der Wahl? Ein anschauliches Beispiel zur Speicherstabilität auch unentwickelter Filme findet sich hier, schon irgendwie gut – auch wenn man kein Bob Dylan Fan ist. Folgt man den Diskussionen in diversen Fotoblogs, fällt auf, dass es ein Mißtrauen gegenüber den modernen elektronischen Speichermedien, vor allem auch der Festplatte gibt. Eine Lehrmeinung besagt ja, dass man sich entweder im Stadium vor dem Festplattenabsturz befindet oder danach. Warten wir es einfach mal ab. Die CD hält ja auch länger als ursprünglich vorgesehen.
Das analoges Material erprobt ist und seine Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt hat und auch kein umfangreicher technischer Apparat (der vielleicht sogar Windows 98 braucht oder wie hieß das, was davor war? ) nötig ist, um was sehen zu können ist ja mal ein klarer Vorteil am körnigen Film. Allerdings ist Filmfotografie relativ teuer mit noch ein paar anderen Nachteilen – und hat auch nicht den selben Dynamikumfang, den moderne Digicams erreichen.
Spaß machte dann aber doch folgende Entdeckung einer Entdeckung und das dort einige Bilder eingestellt sind. Es geht um den “Fund” einer nie veröffentlichten Fotosammlung der nichtprofessionellen Vivian Maier, und die beabsichtigte Veröffentlichung dieser Arbeiten. Es sind fast ausschließlich Mittelformat-Negative, die in den 50ern bis 70ern aufgenommen wurden, insgesamt 30-40000. Die Fotografin, die wohl niemandem Bilder zeigte, starb hochbetagt in diesem Jahr, ihr Entdecker hat sie persönlich nicht rechtzeitig ausfindig machen können, da er zunächst nur den Namen auf einigen Fotos gefunden hatte.
(Da ich keine Rechte an der Veröffentlichung von Vivian Maiers Bilder habe, zeige ich ein anderes Fundstück aus dem Internet, an dem mir die zufällige Komposition gut gefällt; mit den Farbtupfern in den Ecken und dem Charme, den ein Eiscafe so an sich ja eigentlich” hat”, hier aber wohl eher “hatte”.)
Mit einer gewissen Enttäuschung kam ich nach dem heutigen Besuch einer großen Retrospektive in mein trautes Heim, denn; ich war bei F.C. Gundlach, einem Modefotografen, der sicher einiges in seinem Leben geschafft hat. Mein Vorwurf an die Ausstellung in dem sehr sehenswerten Martin-Gropius-Bau ist aber folgender: Jemand der viel fotografiert hat, hat auch viel zu zeigen, man hatte aber das Gefühl, hier wird mal einfach alles gezeigt, was veröffentlicht wurde. Und da der gute Mann jahrzentelang für Zeitschriften arbeitete ist das auch entsprechend viel. Unter anderem für eine Zeitschrift namens “Film und Frau” und dann später auch für die “Brigitte”. Das wurde in der Ausstellung so installiert, dass die Abzüge der Originalfotos an der Wand hingen und daneben nochmal die Zeitschrift mit den gedruckten Fotos. Verstehe ich nicht. Mir sind da die Originale natürlich lieber und mal ein paar Beispiele von gedruckten Magazinen reichen. Insgesamt ist die Modefotografie der 50er, 60er und soweiter Jahre auch nicht wirklich interessant. Na klar, die “Haute Couture” von damals sieht heute einfach nur lächerlich aus und kein Mensch zieht sowas mehr an, dass werden wir in unserem noch jungen Millenium den späteren Generationen auch nicht erklären können, warum das gut aussehen soll, was uns die Modeschöpfer heute so andienen, da mitunter gar ganz unpraktisch erscheint (Gundlach fotografierte so z.B. in den 60ern Sommerpelze mit Kapuzen, und zwar an den Pyramiden, dazu wurde Minirock getragen). Darum geht es aber nicht. Die Masse der kleinformatigen Bilder dieser Ausstellung langweilt und strengt an. Es gibt durchaus sehr sehenswerte Bilder darunter und es ist auch eine Freude und lehrreich diese darauf zu untersuchen, wie sie wohl entstanden sind und was mit den heutigen Mitteln der Fotografie möglich gewesen wäre. Dafür ist aber ein kleinerer Ausstellungsrahmen viel sinnvoller und der hätte das Werk von F.C. Gundlachbei mir in besserer Erinnenrung gehalten. Daneben wirkten die Ausstellungstexte hingeschludert, als wäre bei der ganzen Bilderaufhängerei gar keine Zeit mehr dafür geblieben. Das hatte mit einer modernen Ausstellungskultur leider wenig zu tun, und da sind wir hier im Städtchen eben durchaus verwöhnter und wollen anschließend auch noch was anderes Erleben, zum Beispiel den verkaufsoffenen 2. Adventssonntag nutzen. Daher heute ein Bild von mir aufgenommen vom Eingang des Martin-Gropius-Bau in Richtung Potsdamer Platz, da kriegt man sicherlich auch noch was geboten. Beste Woche, GE
Gerne zeige ich heute ein Fundstück aus dem Internetz. Besonders der Hinweis des Gummistiefelsprengers an seinen Fotografen fand dabei mein Wohlwollen. Nämlich das Bild freihändig, also ohne Stativ zu fotografieren und den Auslöser zu betätigen, wenn die Sprengladung in den Gummistiefeln explodiert. Das ist ihm wohl sehr gut gelungen. Beste Woche, GE
Die Arbeit stammt von dem schweizerischen Künstler Roman Signer
Es gibt Enthusiasten und es gibt Fanatiker. Manche Fotografen erinnern aber durchaus auch an sachliche Akademiker, die sich ihre Aufnahmen nicht leicht machen. So auch der hier heute vorgestellte Olaf Otto Becker. Der bereiste jüngst das Nordmeer mit einem Schlauchboot und seiner GROSSFORMATKAMERA, mit der er seine Bilder aufnimmt, und dieses oft nach stundenlanger Analyse der Bildsituation.
Fanatisch ist dann wohl eher das was sich hinter diesem link verbirgt.
In der Blüte meines Lebens erlebte ich den Mauerfall. Andere waren da noch zu jung, wiederum welche leben heute schon nicht mehr. Da im ehemanligen Zellkern der politischen DDR – Administration, also Pankow, mit Ulrich Wüst ein Fotograf seine Bilder zeigte die er 1989, kurz vor dem Mauerfall auf einer Reise duch die ”Zone” als deutscher demokratischer Bürger aufnahm, zog ich meinen Nato-Parka an und ging zur Vernissage.
Die Fotos und die thematische Sortierung fand ich zufriedenstellend, die Rede recht gut, wenn auch nicht so doll vorgetragen. Die Besucher waren meist Fotografen oder Schauspieler, munter gestimmt. Viele schienen sich untereinander zu kennen. Prominente habe ich keine entdeckt, ich erkenne allerdings auch kaum jemanden. Ein Brite namens Michael war aber nicht Michael Douglas. Das ist an sich nicht schade, denn wir kamen auch so gut in’s Gespräch. Ich bedankte mich dann noch dafür, dass die Briten den Krieg gewonnen haben. Ich persönlich halte das jedenfalls für besser.
Vor 20 Jahren gab es in der DDR natürlich auch nur Papierabzüge und schwarz-weiss war ja damals auch billiger als Farbe.
Allerdings setzt der Fotograf Farbe dort ein, wo sie sehr viel Wirkung entfalten kann.
Hier der Fotograf vor einer Serie von Schaufensterbildern; heute sind die Landschaften mit frischen Discounter-Märkten üppig bepflanzt.
Zu guter Letzt:
Mit Dank an Andi für den gesendeten link zu einem bemerkenswert Programm, dass kostenlos zur Verfügung gestellt wird (um Spende wird gebeten) und mit dem man Fotos aus vielen Einzelfotos zusammensetzen kann und das dann in der Summe aussieht, wie z.B. ein Porträt oder das Brandenburger Tor, von vorne oder von hinten.
Angekündigt hatte ich es ja bereits, einen weiteren Beitrag zum schönen Fest im Schloßpark Pankow zu Berlin. Aus dem weiten Angebot der Aussteller möchte ich gerne den Künstler und Grafiker Manfred Butzmann vorstellig machen, da dieser auch ganz wesentlich fotografisch arbeitete und das auch heute noch tut. Zur Person und zu seinem Lebensweg erfährt man mehr unter http://manfred-butzmann.gesucht-im-netz.de/. Dem Leser möchte ich heute die Möglichkeit der fotografischen Dokumentation von Serienbildern und die sich dabei entstehende Bildaussage besonders an’s Herz legen. Manfred Butzmann veröffentlichte seine klare Aussage Zustände zu verändern in Plakaten und erläutert dieses mit kurzen, sinnfälligen Worten und Sätzen. Mir gefällt es, da es auch heute noch die Aktualität von s/w – Fotografie unterstreicht und zeigt, dass Bilder das Bewusstsein verändern können. Beste Restwoche, GE
Er hat auf seiner Homepage in vier Kategorien unterschieden: Fotojournalist, Fashion, Kommerziell und Film.
Homepage von Erik Refner
Matt Cannon
Er fotografiert in den Bereichen Werbung und Fashion. Seine Homepage ist absolut sehenswert, nicht nur wegen der Bilder, sondern auch wegen der Homepage.
Homepage von Matt Cannon
Michael Muller
Auf seiner Homepage sind Fotos aus folgenden Kategorien zu finden: Portrait, Musik, Fashion, Gallerie, Werbung, Film, Sport und Wasser.
Die Homepage ist super genial gemacht. Kleiner Tipp, mit der Maus über die einzelnen Fotos fahren, um zum nächsten Foto zu gelangen ; )
Zur Homepage von Michael Muller
Kurt Arrigo
Bei Kurt Arrigo dreht sich alles, um sein Leben auf Malta.
Er unterscheidet zwischen: Yachting, Spaces, Unter Wasser, Leute, Reisen und Lifestil, Detail und Malta.
Seine Fotos sind zu einem Fotoband zusammen gefasst.
Hier geht es zu seiner Homepage: Kurt Arrigo
Xavier de Nauw
Er ist in der Musikwelt Zuhause und bietet Fotografie aus folgenden Bereichen: Presse, Musik und Video.
Außerdem lässt er uns einen Einblick in seine Sammlung seiner Autogrammkarten. Merci.
Herr Becker widmet sich der Landschaftsfotografie. Er fotografiert viel Landschaften aus Deutschland, aber auch Grönland und Island. Momentan läuft eine Ausstellung von ihm in der “Gallery Stephen Cohen” in Los Angeles.
Schöne Fotos von ihm gibt es hier auf seiner Homepage www.olafottobecker.de
Patrizio Direnzo
Patrizio Direnzo´s Fotografie dreht sich um die Frau.
Super Webseite, unbedingt den Ton einschalten, denn zu jeder Slideshow gibt es andere
Musik, die die Atmosphere der Bilder super unterstützt.
Wer schöne Frauenfotos sehen möchte muss hier klicken
David La Chapelle
Zum Abschluss wohl einen der kitschigsten Fotografen… momentan in der Helmut Newton Foundation in Berlin zu sehen. “Men, War & Peace,” Dec 2, 2006 — May 30, 2007
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